Fünf Studierende der Universität Greifswald haben heute ihr Zertifikat als studentische Präventionsfachkraft vom Landkreis erhalten.
Im Rahmen der Übergabe in der Regionalstelle für Suchtvorbeugung und Konfliktbewältigung (RSK) würdigte Sozialdezernentin Karina Kaiser das Engagement der jungen Frauen.
Die Ausbildung zur studentischen Präventionsfachkraft wird durch die RSK des Landkreises Vor-pommern-Greifswald angeboten. Sie richtet sich an Lehramtsstudierende der Universität Greifswald und erstreckt sich über zwei Semester. In der Ausbildung setzen sich die angehenden Lehrkräfte mit Grundlagen der (schulischen) Gesundheitsförderung und Prävention auseinander und befassen sich mit Realisierungsmöglichkeiten sowie mit verschiedenen Methoden der Suchtprävention. Zum Abschluss werden von den Studierenden geplante und vorbereitete Praxiseinsätze in Bildungseinrichtungen umgesetzt. In diesem Jahr gestalteten die Studierenden erfolgreich einen Projekttag mit Workshops zum Thema Alkohol und zum Umgang mit digitalen Medien für Schülerinnen und Schüler einer neunten Jahrgangsstufe.
„Mit dem Angebot der RSK haben angehende Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, bereits während des Studiums eine Zusatzausbildung in schulischer Gesundheitsförderung und (Sucht-) Prävention zu absolvieren“, so Karina Kaiser. Auch die praktische Relevanz werde schnell deutlich: „In der Kindheit und Jugend werden wichtige Grundsteine für das eigene Gesundheitsverhalten gelegt. Schädlichen Verhaltensweisen wie der Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis und anderen Drogen oder eine problematische Nutzung von digitalen Medien muss präventiv und adäquat entgegengewirkt werden.“ Auch der richtige Umgang mit psychischen Belastungen, Stress oder Konflikten seien als wichtige Themenfelder zu nennen. Eine Herausforderung, die pädagogische Fachkräfte und Eltern bzw. Sorgeberechtigte gleichermaßen betreffe.
Bereits seit vielen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zur Ausbildung von Lehramtsstudierenden in der schulischen Suchtprävention zwischen der RSK und dem Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Greifswald. Zertifizierte studentische Präventionsfachkräfte haben die Möglichkeit noch während des Studiums eigenständig präventive Maßnahmen in Bildungseinrichtungen zu planen und umzusetzen. Die Ausbildung und der Einsatz von Lehramtsstudierenden in der (schulischen) Suchtprävention ist in Mecklenburg-Vorpommern einzigartig und auch bundesweit gibt es kaum vergleichbare Ansätze.
Beitrag erschienen am 11.04.2025 unter https://www.kreis-vg.de/index.php?object=tx,3079.5&ModID=255&FID=3079.40573.1